
His book of 33 Perplexing Philosophy Puzzles – Can a Robot be Human? – comes out later this year (publishers: Oneworld, Oxford).
Peter studied philosophy at University College London and King's College Cambridge. After teaching abroad, he has – for too many years – lectured in philosophy in London for The Open University and City University. He lives in Soho, London, and is frequently found 'wine a-drinking' in The French House.
outline of talk:
Absurdities by Peter Cave
Let us be human
(Wittgenstein)
Humanism has neither God nor gods. It lacks conflicting scriptures, earthly authorities and unearthly belief. Humanism is none the worse for such lack; it still possesses the riches of reason, the kaleidoscope of the world without – and the enchantments of humanity within. It values blue skies that stretch the eyes; the loves, lusts and laughter that so entrance; and the curiosity, the concern and compassion that motivates. Humanism is not blind to the intense, pointless and unjust sufferings and bleaknesses for millions; it promotes the human desire to make things better – here on earth. What more is needed?
With (I hope) some audience participation, I seek to show how religious believers – those intoxicated with God or gods – have ultimate recourse to the rock of humanist values rather than the sands, paradoxically, of dogma. The godly have need of the humanist ladder in their attempted escape from the humanist world; once the ladder is properly climbed, there is seen to be nothing to which to escape and, indeed, no need for that escape.
The theme is 'absurdity'. We live by many absurdities. Some we may embrace and delight in as absurd; some we may undo; but some we may refuse to recognize as being absurdities at all. These enigmatic comments, I hope, will be given substance by examples of humanist approaches to religion, to life and to death. The presentation may be divided into seven interlinked segments; but which segments are explored, or most explored, will depend upon audience interest. As the theme is absurdity, each segment is illustrated by means of a puzzle or joke; each segment is intended to bring out a feature of our human lives – and how some features may become distorted.
1. On why a mouse's life is not absurd, whereas a human's is.
If cows and horses or lions had hands and could draw, then horses would draw the form of gods like horses, cows like cows… (Xenophanes)
Our reflective nature – on the world within and without.
2. The barber who shaves all and only those who do not shave themselves.
Whoever does any work on [the sabbeth] shall be put to death. (Exodus 35.2)
Our shared human morality – in interpreting scriptures.
3. On the chicken and the egg.
I refuse to look at something which my religion tells me cannot exist. (Brecht, Galileo , tr. Hare)
The mystery of 'Why?' questions – which take us back; and take us forward.
The absurd desire for ultimate explanation and ultimate point.
4. "Does your dog bite?"
Man is the measure of all things. (Protagoras)
The Chicken game, where rationality paradoxically breaks down.
The need for cooperation – and toleration, without relativism.
5. Sympathy for the Devil?
The rain it raineth on the just / And also on the unjust fella;
But chiefly on the just, because / The unjust steals the just's umbrella. (Lord Bowen)
Leaps – hops and skips – of faith, by saints, sinners and suicide bombers.
Evaluating the evidence concerning the nature of the world.
6. The impossible offers.
The last will be first and the first will be last. (Matthew 20:16)
An impossible link between religion and morality.
The nature of human motivation – extending beyond self-interest.
7. Lather, rinse, repeat!
Is that all there is? (Leiber and Stoller – sung by Peggy Lee)
Contingencies of life, of moral luck – and of how no riddles are solved by eternity.
Embracing absurdity – in love, in sex and in not harming the dead.
Peter Cave 30.04.2007
Peter Cave ist Philosoph, Autor und Hörfunkjournalist – und Atheist mit einem Faible für Chormusik. Er ist Vorsitzender der Vereinigung humanistischer Philosophen Großbritanniens, tritt häufig als Vertreter atheistischer und humanistischer Interessen in den Medien auf und schreibt an einem Buch über den Humanismus (geplanter Erscheinungstermin 2008). Er ist Herausgeber und Mitautor kleinerer Anthologien wie Thinking about Death und John Stuart Mill on… . und konzipiert und moderiert Sendungen zum Thema "Paradox" für die BBC.
Sein Buch 33 Perplexing Philosophy Puzzles – Can a Robot be Human? erscheint noch dieses Jahr bei Oneworld, Oxford.
Peter Cave studierte Philosophie am University College London sowie am King's College in Cambridge. Nach Lehraufträgen im Ausland unterrichtet er zurzeit in London – und das schon viel zu lange – Philosophie für die Open University und an der City University. Er wohnt im Londoner Stadtteil Soho und ist oft weintrinkenderweise im French House anzutreffen.
Thema des Vortrags:
Absurditäten von Peter Cave
Lass uns menschlich sein
(Wittgenstein)
Der Humanismus kennt weder Gott noch Götter. Er verzichtet auf widersprüchliche Schriften, auf irdische Autoritäten und überirdischen Glauben. Deshalb steht der Humanismus keineswegs schlechter da; immerhin verfügt er über die reichen Facetten der Vernunft, das Kaleidoskop der äußeren Welt – und den Zauber der Humanität in uns. Er achtet den blauen Himmel, der den Blick weit werden lässt; die Liebe, die Lust und das Lachen, die uns verzaubern; und die Neugier, die Sorge und das Mitgefühl, die uns vorantreiben. Der Humanismus wendet seinen Blick nicht ab angesichts bodenlosen, sinnlosen und ungerechten Leidens und der Hoffnungslosigkeit von Millionen von Menschen; er ist Verfechter der menschlichen Sehnsucht nach etwas Besserem – hier auf dieser Erde. Brauchen wir mehr?
Mit Unterstützung des Publikums (so hoffe ich), werde ich zeigen, dass gläubige Menschen –alle, die sich an der Vorstellung von Gott oder Göttern berauschen – letzten Endes stärker auf den Felsen humanistischer Werte bauen als, paradoxerweise, auf den Sand des Dogmas. Bei ihrem Fluchtversuch aus der humanistischen Welt sind die Gottesfürchtigen auf die humanistische Leiter angewiesen. Nachdem die Leiter einmal erklommen ist, ist nicht mehr klar, wohin sich flüchten ließe. Und eigentlich gibt es auch keinen Grund mehr zur Flucht.
Das Thema lautet "Absurdität". Wir leben mit jeder Menge Absurditäten. Auf manche lassen wir uns ein und lachen darüber, wie absurd sie sind. Manche können wir lösen. Doch bei anderen weigern wir uns, sie überhaupt als Absurditäten anzuerkennen. Ich hoffe, dass diese obskuren Anmerkungen durch Beispiele humanistischer Sichtweisen auf Religion, Leben und Tod greifbarer werden. Mein Vortrag lässt sich in sieben Teile gliedern, die in wechselseitiger Beziehung stehen. Welche Teile vertieft oder am intensivsten vertieft werden, wird jedoch vom Interesse des Publikums abhängen. Da es um Absurditäten geht, wird jeder Teil mit einem Rätsel oder Scherz illustriert, um Licht auf einzelne Aspekte und Merkwürdigkeiten unseres menschlichen Lebens zu werfen – und darauf, wie sich manche dieser Aspekte verzerren können.
1. Warum das Leben einer Maus nicht absurd ist, im Gegensatz zu dem des Menschen.
Wenn aber die Rinder und Pferde und Löwen Hände hätten und mit diesen Händen malen könnten [...] so würden die Pferde die Götter abbilden und malen in der Gestalt von Pferden, die Rinder mit der Figur von Rindern. (Xenophanes)
Von unserer Fähigkeit zur Reflexion – und von der Welt mit ihr und ohne sie.
2. Der Barbier, der alle rasiert und nur die rasiert, die sich nicht selbst rasieren
Wer [am Sabbat] arbeitet, soll sterben. (2. Mose 35,2)
Von den Schnittmengen unserer menschlichen Moral – beim Auslegen heiliger Schriften.
3. Vom Huhn und vom Ei.
Ich weigere mich, etwas in Betracht zu ziehen, das meinem Glauben zufolge nicht existieren kann. (David Hare, frei nach Brechts Leben des Galilei )
Vom Geheimnis der "Warum?"-Fragen – die uns zurückwerfen; und uns weiterbringen.
Vom absurden Verlangen nach ultimativen Erklärungen und einer letzten Instanz.
4. "Beißt Ihr Hund?"
Der Mensch ist das Maß aller Dinge. (Protagoras)
Vom Feiglings-Spiel (Chicken Game), bei dem die Vernunft paradoxerweise versagt.
Von unserem Angewiesensein auf Kooperation – und Toleranz, jenseits von Relativismus.
5. Sympathy for the Devil?
Der Regen fällt auf den Gerechten / genauso fällt er auf die Stirn / des Ungerechten. Doch meistens trifft es den Gerechten / denn seinen Schirm / hat längst der Schlechte.
(frei nach Lord Bowen)
Von Hakenschlägen und Sprüngen des Glaubens – bei Heiligen, Sündern und Selbstmordattentätern.
Von der Bewertung der Sachlage unserer Welt.
6. Verlockende Angebote
Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. (Matthäus 20,16)
Von der unmöglichen Verknüpfung von Religion und Moral.
Vom Wesen der menschlichen Motivation – jenseits von Egoismus.
7. Einseifen, ausspülen, Anwendung wiederholen
"Is that all there is?" (Leiber & Stoller – gesungen von Peggy Lee)
Von den Eventualitäten des Lebens und des moralischen Glücks – und davon, dass die Ewigkeit keine Rätsel löst.
Davon, sich auf das Absurde einzulassen – in der Liebe und beim Sex und indem wir die Toten ruhen lassen.
Peter Cave 30.04.2007